Tipp der Woche

Online-Kennenlernen

Wer sitzt eigentlich in meiner Lehrveranstaltung?

Eine Frage, die sich zuweilen sowohl Lehrende als auch Studierenden stellen.

Sehen Sie hier, wie Sie  Ihren Teilnehmer*innen die Möglichkeit geben, sich kennenzulernen.
Das dadurch entstehende Vertrauen bewirkt eine grundsätzlich höhere Bereitschaft zur weiteren aktiven Teilnahme.

 

Umsetzung

Synchron - Live

Videokonferenz 

Die Teilnehmer*innen stellen sich in einer Videokonferenz live mit Kamera und Mikrofon vor. Sie können die Teilnehmer*innen auch in Gruppen aufteilen und in Breakout Rooms oder separate Sessions aufteilen. Der Impuls zur Vorstellung kann mit Assoziationsbildern verstärkt werden.

  • Wählen Sie verschiedene zum Thema passende Bilder aus und zeigen diese den Teilnehmer*innen. Diese schreiben nun ihre Namen zu dem Bild, welches sie persönlich mit dem Thema in Verbindung bringen, bspw. auf ein Whiteboard oder Etherpad.
  • Anschließend bitten Sie die Teilnehmer*innen, sich vorzustellen und zu erklären, warum sie das jeweilige Bild gewählt haben.  

Umsetzung mit ZOOM

Zoom bietet dem Host die Möglichkeit, die Videokonferenz in separate Sitzungen - sog. Breakout-Rooms - aufzuteilen.

  • In diese können sich die einzelnen Gruppen begeben.
  • Sie können im Hauptraum warten (die Abwesenheit des Dozenten erhöht evtl. die Kommunikationsbereitschaft der Teilnehmer*innen)  oder sich nach eigenem Ermessen in die Break-Rooms begeben und nach dem Stand erkundigen.
  • Sie können als Host die Teilnehmer*innen jeder Zeit in den Hauptraum zurückholen.
  • Den Teilnehmer*innen steht die Möglichkeit zur Verfügung, in den Hauptraum zurückzukehren oder über einen "Hilfe-Button" auf sich Aufmerksam zu machen.

Umsetzung mit Jitsi

Innerhalb Ihres Moodle-Kurses können Sie mehrere Jitsi Videokonferenzen anlegen.
Beispiel: Sie legen 4x die Aktivität "Jitsi" an und wählen für diese die Sitzungsnamen: "Gesamter Kurs", "Gruppe 1", "Gruppe 2" und "Gruppe 3"
Sie treffen sich mit Ihrem gesamten Kurs zu einem vereinbarten Zeitpunkt live im Raum "Gesamter Kurs".
Nachdem die Teilnehmer*innen in die Gruppen "Gruppe 1", "Gruppe 2" und "Gruppe 3" aufgeteilt wurden, wechseln alle in den entsprechenden Gruppenraum.
Legen Sie vorher einen Zeitpunkt fest, an dem sich alle wieder im Raum "Gesamter Kurs" einfinden sollen.
Sie selbst können während der Gruppenarbeitsphase beliebig zwischen den Räumen wechseln und für Fragen und Anregungen zur Verfügung stehen.
Kennenlernen-Bingo
Bei Online-Veranstaltungen stellen interaktive Übungen für größere Gruppen eine gewisse Herausforderung dar. Beim Kennenlern-Bingo kann man viel Aktivität für alle, einen Einstieg ins Thema und gegenseitiges Kennenlernen miteinander verbinden. Die Methode stellt vor allem die Peer-to-peer-Kommunikation in den Mittelpunkt stellt. Und das Gute: Das funktioniert auch in Zoom (und mit BBB, Jitsi und allen anderen Videokonferenzen, die Breakout-Räume ermöglichen bzw. simulieren können.) Hier finden Sie Vorlage inklusive Vorgerhen zum Download. Die Vorlage kann individuell angepast und weitergegeben werden.

Tipps für die Methode Kennenlern-Bingo

  • Wichtig ist, dass die Eigenschaften nicht zu exotisch, sondern tatsächlich in der Gruppe zu finden sind.
  • Die Bingokarte funktioniert auch mit 3×3 oder 5×5 Feldern. In der Moderation sollte darauf hingewiesen werden, dass die Schnelligkeit und die Kürze der Gespräche gewollt ist. Es ist eine Methode zum Warmwerden. Und für tiefergehende Gespräche ist ja noch die weitere Veranstaltung da.
  • Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, am Ende des Kennenlern-Bingos noch eine Zusatzaufgabe zu stellen: „Bitte schreibt eine Sache in den Chat, die man bei einem zukünftigen Kennenlern-Bingo als Eigenschaft nutzen könnte!“ Dabei kommen viele gute Ideen zusammen.

Synchron und asynchron

Steckbriefe / Selbstpräsentationen / Visitenkarte

Die Teilnehmer*innen hinterlegen Steckbriefe / Selbstpräsentationen / Visitenkarten mit Bildern (inkl.: Studiengang, spezielles Fachinteresse, Hobbys...) im Moodle-Kurs Ihrer Lehrveranstaltung oder einer digitalen Pinnwand (wie z.B. padlet.com, Conceptboard).

  • Synchron: Legen Sie live Ihren eigenen Steckbrief an, der Ihren Kursteilnehmer*innen als Leitfaden dient. Geben Sie Ihren Teilnehmer*innen ca. 10 Minuten Zeit, eigene Steckbriefe anzulegen.

  • Asynchron: Die Teilnehmer*innen bereiten ihre Selbstpräsentation vor Beginn der Veranstaltung vor. Legen Sie einen Steckbrief über sich selbst an, der den Teilnehmer*innen als Orientierung dient. Zudem können Sie dazu einen Screencast erstellen. Dieser können Sie so als Anleitung in all Ihren Lehrveranstaltungen einsetzen.

Vorstellungsvideos

Die Teilnehmer*innen erstellen kurze Vorstellungsvideos (via Smartphone) und laden diese in das Moodle Forum.
Auch hier empfiehlt es sich ein Beispielvideo vorzustellen und genaue Parameter bzgl. Umfang und Inhalt festzulegen.

Interview

Die Teilnehmer*innen interviewen sich gegenseitig und stellen die Ergebnisse als Post im Moodle Forum oder in einer Live-Session vor. Genaue Parameter bzgl. Umfang und Inhalt festlegen.

  • Dreieck der Gemeinsamkeiten

    Ziel der Methode ist das Kennenlernen untereinander, der Abbau von Befangenheit und das Entwickeln eines positiven Gruppenklimas. Es werden Dreiergruppen gebildet. Jede Gruppe erhält den Auftrag, auf einen Bogen Papier ein großes Dreieck zu zeichnen und an die Ecken des Dreiecks die Namen der Gruppenmitglieder zu schreiben. Im Gespräch sollen nun Gemeinsamkeiten jedweder Art gefunden werden. Gemeinsamkeiten zwischen zwei Personen werden an die Seite des Dreiecks zwischen die beiden Namen geschrieben, Gemeinsamkeiten aller drei Personen in die Mitte des Dreiecks. Optional können Dinge, die nur eine Person betreffen, an die Ecken zum Namen geschrieben werden. Im Plenum werden die Gruppenergebnisse anschließend vorgestellt
  • (Partner-)Interview

    Durch das (Partner-)Interview können sich die Studierenden gegenseitigen Kennenlernender gleichzeitig ermöglicht es dem Dozenten, Informationen über die Gruppe zu erhalten. Die Interview-Themen bzw. Fragestellungen werden vorab bekanntgegegben. Üblicherweise stehen für das Interview 5-10 Minutenzur Verfügung. Die Paare sollten sichidealerweise nicht kennen. Die Teilnehmer stellen sich dann gegenseitig vor.
Foto ihres Arbeitsplatzes
  • Die Teilnehmer*innen posten ein Foto ihres Arbeitsplatzes
  • Auch hier sollten Sie mit gutem Beispiel vorangehen und zuvor ein Foto Ihre Arbeitsplatzes präsentieren. Anhand bestimmter Inhalte (neben Arbeitsutensilien kann es ruhig etwas persönlich sichtbar sein: Buch, Poster, Haustier...) können Sie sich vorstellen.

  • Die Fotos können bspw. als Post in das Moodle-Forum Ihres Kurs eingestellt werden.